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Kolping-Kenia-Frauen-Projekt (Kisumu)
Pfarrei Aesch-Birmensdorf-Uitikon 1999-2004 Der Anfang: „Keine toten Mauern, sondern Bildung und Hilfe zur Selbsthilfe“ war die Vorgabe bei der Suche eines neuen Pfarreiprojekts vor etwa sechs Jahren. Mit dieser Massgabe und dem Wissen, dass Afrika’s Frauen als „Motor der Entwicklung“ gelten, wurden die bereits bestehenden Kontakte des Seelsorgeteams zu der Diözese Kisumu am Viktoriasee und dem Kenianischen Kolpingwerk genutzt und das nun zu Ende gehende, sowohl auf die Bedürfnisse der Frauen vor Ort als auch auf hiesige Interessen zugeschnittene Partnerschaftsprojekt aufgebaut. Wichtig war von allem Anfang an, dass es sich tatsächlich um eine Partnerschaft handelt und nicht in erster Linie um Almosen. Kennenlernen und Verstehen, Spüren der weltweiten christlichen Gemeinschaft und unser aller Verantwortung für die eine Welt stehen im Zentrum. Gegenseitige Besuche unterstrichen diesen Akzent! Die Situation: Das „Kisumu-Kolping-Women-Project“ zielt auf die Frauen und Familien des Erzbistums Kisumu in Kenia, das sich über eine Fläche von 6500 Quadratkilometern im Westen des Landes vom Rift Valley bis zur ugandischen Grenze, vom Viktoriasee bis zum Kakamega Forest (ungefähr 4x Kanton Zürich oder ein Sechstel Schweiz) erstreckt und direkt auf dem Äquator liegt. Die Bevölkerung besteht vornehmlich aus den Luo, einem Fischervolk. Traditionell obliegt den Frauen die Landwirtschaft und Familienarbeit, da die Männer auf der Suche nach Arbeit in die Städte ziehen, bleiben die Frauen häufig allein mit den Kindern zurück. AIDS ist stark verbreitet und löscht komplette Elterngenerationen aus, so nehmen Verwandte die Waisen aufnehmen, wodurch deren Familien dann leicht 10-20 Kinder zählen. Die Arbeitskraft sowie die Arbeitskräfte für die beschwerliche Landwirtschaft fehlen, Medizin - speziell gegen Malaria - sowie Schulausrüstung ist unbezahlbar. Bildung, Einkommen, Besserung der Lage bleiben ein unerreichbarer Traum. Das Projekt:
Um diesen Teufelskreis aufzubrechen, haben die Kolpingfrauen unter der Leitung
von Frau Selline Owitti und Sr. Pauline Juma ein Programm entwickelt, bei dem es
zunächst um Bewusstseinsbildung hinsichtlich AIDS und allgemeiner Gesundheit
(Ansteckung, Behandlung, Pflege, Ernährung, Hygiene) ging und dann um
Verbesserung persönlicher Lebensumstände (Rechte, Talente, Kleingewerbe,
Buchhaltung). Nach dieser Sensibilisierungs- und Bildungsphase von etwa 2 Jahren
wurden aktive Schritte gemacht, d.h. finanzielle Unterstützung bei eigener
Vorleistung der Frauen gegeben. Diese Phase konkretisierte sich in einem
Gemeinschaftsprojekt auf dem landwirtschaftlichen Sektor: Milchkuhhaltung (Zero-Grazing-Projekt)
und in Einzelprojekten auf dem gewerblichen Sektor: Kleinstkreditvergabe (Micro-Credit-Scheme).
Begleitend liefen spezifische sowie allgemeine Bildungsprogramme weiter. Wichtig
war jederzeit die religiöse Dimension: die Gemeinschaft der Glaubenden, die
mitarbeiten an der Verwirklichung des Reiches Gottes. In jeder Phase wurden die
Zielsetzungen nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen, wie die folgenden
Darlegungen zeigen.
Dies ist nur eine geschätzte Zahl und nicht allein die Frauen profitierten davon. Bei über 30 Seminaren und Tagesworkshops, die jeweils 25-50 Teilnehmerinnen hatten, wurde auf das „Schneeballsystem“ gesetzt. In Wochenseminaren wurden aus allen Pfarreien der Diözese Frauen als Ansprechpersonen ausgebildet („Training of Trainers“). Diese führten in ihren Pfarreien dann Tagesseminare durch, die nicht nur Kolpingfrauen, sondern allen Interessierten offen standen. Gelegentlich waren auch Männer dabei, grundsätzlich wurde allerdings – speziell bei dieser Thematik - die Intimität reiner Frauenrunden gesucht und geschätzt. Die meisten Frauen an den „Graswurzeln“ (wir würden sagen: an der Basis, auf dem Boden, in der untersten Schicht) konnten so erstmals überhaupt gesicherte Informationen über AIDS erhalten, denn auf dem Land (ohne Strom etc.) haben sie kaum Zugang zu Medien. Darüber hinaus konnten sie nachfragen und auch die religiösen Implikationen im Bereich Sexualität, Krankheit und Umgang mit Betroffenen besprechen. Sie erkannten, dass eine Ansteckung nicht Hexerei oder Strafe Gottes ist, sondern massgeblich vom eigenen Verhalten abhängt, dass Kranke nicht ausgeschlossen, sondern besucht und mit Gebet begleitet werden sollen und so weiter. Darüber hinaus konnten die persönlichen, traditionellen und wirtschaftlichen Lebensumstände und Möglichkeiten der Verbesserung in den Blick genommen werden. Als erste Schritte wurden dabei gesehen: Darüber reden, Verhalten ändern, Selbstvertrauen stärken, Rechte kennen, Einkommensquellen suchen, sowie Hauskrankenpflege und Naturmedizin erlernen. Zusätzlicher Erfolg: Abgesehen davon, dass das Ziel erreicht wurde und die Frauen nun mehr wissen, ist noch etwas Erstaunliches zu verzeichnen: Durch den Austausch untereinander konnten die Frauen eine Medizin zur Linderung von AIDS-Symptomen finden, die in der Umgebung wächst und somit für alle finanzierbar ist – seither verordnen sogar Ärzte diese Medizin und geben ihr den Namen „Kolping-Women“!
Das Milchkuhprojekt (Zero Grazing) „hat sich wunderbarer entwickelt, als wir vermutet hatten“ – schreiben unsere Projektpartnerinnen in ihrem Abschlussbericht. In der Tat war dieses Projekt kleiner und langfristiger konzipiert, doch die Sinnhaftigkeit wurde unseren Pfarreimitgliedern und weiteren Interessierten so deutlich, dass schnell mehr Kühe zusammen kamen als in den kühnsten Träumen erhofft. Und nun - wenn, wir das Projekt der alleinigen Verantwortung der Kenianerinnen überlassen – tragen 50 Kühe in 25 Pfarreien der Diözese Kisumu die Namen Schweizer SpenderInnen. Und dazu noch einige Kälbchen, bislang 38 an der Zahl. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt geht es in erster Linie um die Verbesserung der Ernährung der Familien, insbesondere der Kinder und Kranken durch die Milch. Dann ist es aber auch eine Einkommensquelle durch den Verkauf der überschüssigen Milch. Man hat ausserdem Dung für die Felder und auch die allerärmsten Mitglieder werden mitgetragen, indem sie einen halben Liter pro Tag frei erhalten. Irgendwann können wohl auch Fleisch und Felle genutzt werden. Bedingung für die Zuteilung einer Kuh ist die Aufnahme von AIDS-Waisenkindern und die Gewährleistung der Versorgung der Kuh (Stall, Wasser, Futter, Kurs). Weibliche Kälbchen werden später an andere Frauen weitergegeben, männliche entweder zur Zucht behalten oder verkauft. Je nach Bedingungen können auch mehrere Frauen gemeinsam für eine Kuh verantwortlich sein. Die grosse Schwierigkeit hier ist die Beschaffung der für die Bedingungen tauglichen Tiere. Es sind die Nachfahren englischer Kühe aus dem Hochland (Fresian und Ayrshire) und deren Kreuzungen. Die Suche nach Tieren auf den weit verstreuten Privatfarmen, Koordination mit Zuständigen (Tierarzt, District Officer usw.), Transportmittel und -personal, Verordnungen und Vorbereitungen vor Ort sind kostspielig und langwierig. Anfangs starben auch leider einige Kälbchen aufgrund von Dürre und Infektionen, nun werden sie aber noch aufmerksamer gepflegt und rechtzeitig behandelt. Das grosse Erfolgsgeheimnis ist wohl die Einbindung der Frauen in Kolping und Kirche, was ein Verantwortungsgefühl nicht nur gegenüber der eigenen Familie, sondern gegenüber der Gemeinschaft (Kolping-Familien und Schweizer PartnerInnen) und nicht zuletzt gegenüber Gott, der diese und das Leben überhaupt schenkt. Die ständige Begleitung, der zu leistende Eigenanteil, die Sichtbarkeit (Milch, Gesundheit, Kälber) und die Nähe zum Bedürfnis tun das ihre dazu. Unerwartete Zugabe auch hier: Frau Owitti wurde aufgrund des
ausserordentlichen Erfolgs dieses Projekts zur regionalen Beraterin des
Landwirtschaftsministeriums berufen! 40 Existenzen gesichert „A walk in time“ nennen die Frauen das Micro-Kredit-Programm, das etwa gleichzeitig gestartet wurde. Ziel ist eine gewisse Einkommenssicherung der Frauen, so dass sie nicht komplett von der Landwirtschaft abhängen und zusätzliche Grundbedürfnisse wie Medizin, Schulmaterial, Kleidung, Wohnung etc. befriedigen können. Voraussetzung für den Erhalt eines Kredites (von 200.- bis 700.- Sfr) ist die Erfahrung, Arbeit und Fortbildung in der jeweiligen Tätigkeit, so dass es nur um eine Unterstützung, nicht um ein Startkapital geht. Der Kredit muss innerhalb einer bestimmten Frist mit Zinsen zurückgezahlt werden. Der Finanz-Pool bleibt also nicht nur gleich, sondern wächst langsam, d.h. weitere Frauen können sich um einen Kredit bewerben. Eine Schneiderin konnte sich zum Beispiel eine eigene Nähmaschine kaufen, eine Ladenbesitzerin ihr Warenangebot erweitern, eine Farmerin Setzlinge und Saatgut kaufen, eine Obstverkäuferin einen Stand bauen oder auch eine Kuh-Halterin einen Zuschuss für den Stall erhalten. Weitere Beispiele sind zahlreiche Essensstände (SimSim, Mais, Mandazi), Ersatzteilshops und spezielles Handwerk (Holz, Korbwaren, Pflegemittel). Abgesehen davon ist durch etwas freies Geld auch ein Arztbesuch möglich, oder eine Entbindung im Spital, oder eine Brille und eine Schuluniform fürs Kind, das Dach kann geflickt oder ein Leben durch Medizin gerettet werden. Bis auf zwei Frauen – die bislang noch nicht mit der Rückzahlung begonnen haben – kommen alle fleissig ihren Verpflichtungen nach, einzelne sind etwas im Verzug, was aber durch Wetterbedingungen oder Krankheit entschuldbar ist. Gegenwärtig sind 39 Frauen in diesem hauptverantwortlich von Sr. Pauline betreuten Programm. Erfreulicherweise hat dieses Projekt den Nebeneffekt, dass der Respekt
und Ehrgeiz der Männer geweckt wurde, sie interessieren sich mehr für die Frauen
und die Familie und beteiligen sich manchmal sogar an der Feldarbeit. Von Angesicht zu Angesicht Aber auch bei uns hat sich Vieles im Bewusstsein verändert, auch wir wurden beschenkt durch neue Einsichten und freudige Begegnungen, auf die wir gern zurückblicken: Kenianische Bischöfe in Birmensdorf 1999: Im Juni durften wir zur Eröffnung des Projektes einen besonderen Gottesdienst in Anwesenheit von Bischof Linus Okwach, Homa Bay, und Erzbischof Zacchäus Okoth, Kisumu, feiern, die nach ihrem Ad-limina-Besuch in Rom einen Abstecher in die Schweiz machen konnten. Bischof Okoth spendet die Firmung in Uitikon 2000: Im Juli spendete Erzbischof Okoth unseren Jugendlichen das Sakrament. Sein langjähriger Vorsitz der kenianischen Bischofskonferenz und jetzige Zuständigkeit für Entwicklungsfragen veranlassen ihn von Zeit zu Zeit zu Europareisen, die wir somit nutzen konnten und seine Deutsch- und Italienischkenntnisse machten für viele die Begegnung mit dem Schirmherrn unseres Projekts leicht. (Kürzlich feierte er 60. Geburtstag und 25jähriges Bischofsjubiläum!) Pfarreireise nach Kenia 2001: Vielfach als der Höhepunkt dieses Partnerschaftsprojekts bezeichnet. Im Juli/August reisten 15 Personen in allen Altern von 10 bis 75 für knapp drei Wochen in die Heimat unserer Projektpartnerinnen. Neben einem teilweise strengen Besuchsprogramm – jede Frauengruppe wollte die Gäste empfangen, beschenken und das Erlernte vorführen – gab es aber auch Zeit andere Bereiche des Lebens und Landes kennen zu lernen, sowie zum Nachdenken. Für manche der Teilnehmenden wurde diese Reise zum prägenden Erlebnis. Damals geknüpfte Beziehungen bestehen noch heute und ein weiteres Projekt mit einem Waisenhaus (Nyangoma) ist so entstanden. Projektpartnerinnen in der Schweiz 2002: Jeweils im Mai durften wir von der Internationalität des Kolpingwerks und den zusätzlichen Aufgaben unserer Projektpartnerinnen profitieren. Jährlich in einem anderen Land findet die Konferenz der Nationalverantwortlichen aller Länder statt. Auf diesem Weg konnten Fr. Selline Owitti, Nationalsprecherin der Frauen, und Sr. Pauline Juma, Nationalsekretärin, in unserer Pfarrei vorbeikommen, die inzwischen zehnköpfige Kenia-Projektgruppe kennen lernen und die Kenia-Reisegruppe wieder sehen. Kolping-Präses zu Besuch 2003: Im folgenden Jahr fand die erwähnte Konferenz gar in Luzern statt, was den Besuch des kenianischen Nationalpräses Pfr. Richard Oloo ermöglichte, der uns die Grüsse der Frauen seines Dekanats übermittelte. Zahlreiche Privatbesuche in Kenia gewährleisteten darüber hinaus eine
gute Begleitung. Aber nicht nur die Beziehungen nach Kenia sind erwähnenswert -
auch die aller, die mit diesem Projekt zu tun hatten, untereinander haben durch
das gemeinsame Interesse und Engagement gewonnen. Treffen der Projektgruppe, der
Reisegruppe, Gottesdienste, Herbstmärt-Stand, Vortragstätigkeit in anderen
Gemeinden und Gruppen, Mitmachen am Zürcher Silvesterlauf, Benefiz-Konzert,
Kuh-Guetzli backen und verkaufen und vieles mehr haben Grosse und Kleine erfreut
und über die Pfarreigrenzen hinaus gewirkt.
Nein! Zunächst läuft das Projekt ja nun wie geplant selbständig weiter, die Kühe geben Milch und bekommen Kälber, die Kredite fliessen zurück und kommen neuen Frauen zu Gute. Im Kuh-Projekt konkret wird als nächstes auf einen Milchkühler gespart, in dem die Milch der Umgebung gesammelt und dann daraus Joghurt gemacht werden kann. Das Gebiet ist zwar riesig und es bräuchte mehrere Geräte, dennoch ist es ein Anfang. Abschiedsgeschenk: Wir dachten, es wäre doch ein schönes Abschiedsgeschenk, wenn wir einen solchen Milchkühler - in der kleinsten Ausführung 10.000 SFr – zusammenbringen könnten! Wenn Sie mögen, beteiligen sie sich ein letztes Mal via beigelegten Einzahlungsscheins (PC 87-184350-1) mit Verwendungszweck „Abschiedsgeschenk“. Freundeskreis: Wir möchten auch hören wie es weitergeht, daher wollen wir einen Freundeskreis gründen, dem sich alle Interessierten anschliessen dürfen. Es wird an einen jährlichen Bericht gedacht. Interesse bekundet man durch eine Spende in beliebiger Höhe (die auch dem Abschiedsgeschenk zukommt) und dem Kreuzchen auf beigelegtem Einzahlungsschein bei Verwendungszweck „Freundschaftsbeitrag“. Zum Schluss wollen wir noch einmal miteinander feiern und zwar am 13. Juni gleichzeitig in Birmensdorf und in Siaya und laden alle herzlich dazu ein. Tiefer Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die ein Gesamtvolumen von knapp 180.000 SFr aufgebracht oder diverse Kosten übernommen haben, und allen, die die Sache aktiv oder ideell unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt auch Sr. Pauline und Fr. Owitti, die neben ihrem Beruf als Schulleiterinnen dies alles rein ehrenamtlich geleistet haben. Vieles ist den Engagierten diesseits und jenseits des Äquators zu verdanken, aber vieles ist auch unverdientes Geschenk!
heisst
Kenia-Projekt-Abschlussgottesdienst - 13. Juni 2004 - St. Martin Birmensdorf, 11.00 Uhr „Missa Luba“ singen Jugendliche des Liceo Artistico und der Kantonsschule Freudenberg unter Leitung von Barbara Fuchs. Percussion: Dominique Destraz. Anschliessend Fest-Apero!
Petra Leist, im Mai 2004 mit Uschi Kern, Beata Frick, Marie-Therese Mare, Rosalba Kälin, Martha Saner, Carmen Cerletti, Rosemary Eastman, Inge Immer, Astrid Baumann.
Kisumu Kolping Women’s Projekt - 1999-2004 Final report
Preamble It was in 1998 when an idea of assiting Kisumu Kolping Women started through a connection between Kolping National-Preses Fr. Richard and Petra Leist. It all started when Petra used to come to Kenya as a Kolping-Workcamp-leader, she could meet women in various fileds trying to fend for their families and as a young female at that time, she developped positive feelings towards women activities. This was the starting point of our Great Yield. When this idea was put across to some good hearted ladies, they felt the same as the proprietor, so in this regard, our heartfelt gratitude goes to the following people who really matter in the hearts and livesof Kisumu Kolping Women. These are as follows.
May the good lord reward them abundantly.
Background Information (Kisumu Kolping Women) This is part of Kolping Organization of Kenya, women’s wing. This organization is a non-profit amking lay catholic body working for the integral development of its members. Kisumu Kolping women came together under the Diocesan umbrella to look into issues that can bebefit them and improve their living standards.
The following activities were undertaken: - Baseline survey to identify the women’s needs and problems - Training awareness on the identified needs namely self-reliance, sustainable agriculture, HIV/AIDS, Wife inheritance and street children menace among others.
After the above activities it was revealed that: - many families are without source of income and entirely depends on the women who is either doing a petty trade or nothing. - There is a lack of economic empowerment and this has placed the kIsumu women at risk because the data reveals that Kisumu was by then leading in contraction HIV/AIDS. - The spread of HIV/AIDS has led to a high rate and increase of orphans. - Women cannot get full support from their husbands as families have enlarged due to the orphans and most of the husbands are alos jobless
This is what was in our minds that led us to request for support towards creating awareness of Aids in our people and giving them skills in Bussiness promotions. We had one goal and four objectives that could see us through our plans.
Goal To improve the capacitiy of self employment among the women and to sensitize them an behaviour change through training on awareness seminars on HIV/AIDS and business management.
Objectives
Results/Outcome We are happy to report that the above objectives have been successfully achieved and this is one of the most successful programmes in the Arch Diocese of Kisumu. The data shows that the programme has reached most of its members at the grassroots.
I Trainings In total there were thirty two seminars/workshops. There were two one-week workshops for Training of Trainers on HIV/AIDS and Business Management respectively. The other thirty were carried out at parish levels. The first fifteen on HIV/AIDS and the other fifteen on Business management. These were one-day seminars. During our trainings on AIDS Awareness, it was realized that the main issue about HIV/AIDS was understood by women at the grassroots. They now started accepting the death, victims and orphans as realities in the society. Before they could not get the message clearly from the media. After the AIDS awareness, we embarked on project management sensitation. From the workshops we came up with two Home Based major activities that could help the women improve teir living standards.
II Zero grazing (Cow Project) This is the project that has wonderfully done well as per our assessment. This is what You can see practically with the women at the grass-root. It does not need any history because it is self explanatory. Here the women are able to be at the homes and manage the project because there is no way you can do it when you are away. Even if You visit the farms an miss people but you’ll find animals. In total we have fifty cows and already 38 calves.
The following are the cows:
Some are still to be delivered after the long rains and some others are to be identified, when animals are available again (newly there is a restriction from the government).
Production These animals are giving us between ten to fifteen litres. The highest producer so far is Bettina who is giving a maximum of twenty litres per day. We are using this farm as a demonstration centre for others to learn the secrets of this good production. One secret ist that she is a good feeder and eats throughout the day.
Surely our women are now drinking milk with their children and the orphans they take care of. They can afford to medicate the children and get them uniforms and other things to go to school. NB: At first when we started, we had put five women per one cow. Now that we have more cows, each member soon will have an animal. This is possible because the poorer women had already planted napier grass as their contribution to the project so once they get the cows, they have the food for them.
These are some of the animals we started with in 2002: - The money got from the sales of milk from Rose and Alba has been used to dig a well since there is lack of water in this area. The women wanted water first for the project to survive. The well is called “Rosalba well”. - Three of the five members who are sharing Uschi, Carla and Martha have also managed to start petty trade of selling dry fish. This is also realized from the sales of milk. The fish they sell locally in the village in the morning hours and evening hours. - Members sharing Bruna and Astrid have also started a cereal’s store as also part of their income generation activities. - Those members sharing Rosemary and Lieselotte are selling rice, because they are within the credit scheme. We agreed to start other projects so as to strenghten the cow projects. Most of these members have also been assisted through the credit scheme, because they are working hard.
Activities involved in the running of this project
III Credit Scheme “A walk in time” is the name the mothers have given to the Credit Scheme. It reflects its timeliness and the help they have received from it. Below are their shared experiences.
Why together? è it is only in unity that we can fight poverty, hunger and disease. è In togetherness we educate each other and share our fears, hopes and aspirations for a better future. è Together we fight illiteracy, ignorance, poverty, unemploymnet, malnutrition and poor health. è In togetherness we respond positively to the needs of otheres and help ourselves thereby achiving what could otheriwse not be achieved single handedly. Thanks to our swiss counter parts now our siblings can go to school, can be clothes and eat on return.
The credit scheme has benefited thirty nine mothers. It took off in October 2001 and the process is still alive today. The mothers work mainly for the basic needs of life, shelter, food and clothing. Health and education are additional needs that came by because of circumstances. The moters are visited from time to time checking on their progress and their social status.
Below is the summary of the common experiences shared out by a number of them. Son and Mum: Student, it is sad to belong to a polygamous home!!!! “My father is a newspaper vendor on the streets of the city of Nairobi and i’m living with him and my step mother the co-wife of my mother. I have been in the house for the last three weeks, becuase my father has not completed my school fees. The manager of our academy has given a deadline and my father has said he has no money. Besides that I have eye-problem and my step mother told me to find a way of going home to my mother so that she can take me for treatment. I have asked my father to try and borrow siome money just enough to take me home to my mother. After two days I ws home with mum.” Mum, Sells bicycle spares: “My son, I havelittle savings from the sales and I will take You for treatment and be able to off set the fee balance and enroll you for the final examinations.
Mother: Sells clothes “It is so sad to hear about juveniles being thrown into prison just because they stole in order to eat. My son was a victim, but now I can feed my children from the savings of my sales.”
Nurse: Mama what do you feed your child? She answered, what God provides each day. “But now malnutrition is not a question in my house. From the savings I can feed my children with locally available foods, but balanced.”
Mother: Runs a food kiosk “I have had no children with my husband and therefore I was not as profitable to him as my co-wife. My grass thatched hut is old and leaking, but my husband is not bothered. I have been able to save and put up a two roomed semi-permanent house for myself. My sleepless nights during rainy seasons are ended. These days even my husband visits me, something he had crossed out of his schedule.”
Children: Susy, Sarah, Jane and John, brother and sisters.There was a school garden next to the home of these children and the headmistress had sent some workers to plough the garden. At lunch time food was taken to the workers, the childrensaw themeating and bravely requested them to eat and leave some food for them because they had been hungry for the last two days. A touching experience! Besides this the children were dressed in torn, ugly clothes unable to go to school without clothes. The mother got a loan and bought vegetable seeds like kales, tomatoes, onions and invested all in the garden next to Lake Victoria. The husband joined her and they are doing very well because the proceeds are sold at the nearby secondary school and to the markets. The children now have food and clothes and the family is happy together.
The beneficiaries:
Prepared by Mrs Selline Owitti, Koordinator and Sr. Pauline Juma, Secretary. February 2004
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